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03.04.20

HDE: Unterstützung für mittelständische Handelsunternehmen gefordert

In Briefen an den Bundeswirtschafts- und den Bundesfinanzminister macht der Handelsverband Deutschland (HDE) deutlich, dass der mittelständische Einzelhandel bislang bei den Förder- und Rettungsprogrammen der Bundesregierung nicht ausreichend Berücksichtigung findet.


Gerade der mittelständische Einzelhandel, der flächendeckend von Schließungen betroffen ist und hohe weiterlaufende Kosten hat, erhält keinen Zugang zu den kreditfinanzierten Maßnahmen. Diese Unternehmen fallen bei den bisher aufgelegten Hilfsprogrammen durch das Raster. Im von den Schließungen betroffenen Nonfood-Handel sind rund 15.000 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten aktiv, die zwei Drittel des Umsatzes in diesem Bereich erwirtschaften. Sie sind die wesentliche Stütze der Versorgungsstruktur für die Bevölkerung. In diesen zumeist mittelständischen und inhabergeführten Betrieben des Einzelhandels arbeiten dabei rund 1,3 Millionen Beschäftigte. Der HDE dazu: “Die bisherige Vernachlässigung des Mittelstandes gefährdet daher in der Konsequenz die Versorgung der Bevölkerung mit Waren aller Art auch nach der Corona-Krise und wird zu einem massiven Verlust von Arbeitsplätzen im Einzelhandel führen. Insbesondere die oft hohen Mieten in den Innenstädten überfordern viele kleine und mittelgroße Handelsunternehmen binnen kürzester Zeit.“

Der Nicht-Lebensmittelhandel in Deutschland erzielt normalerweise einen Umsatz von 1,15 Milliarden pro Tag. Durch die Ladenschließungen sind derzeit viele Betriebe völlig ohne Umsätze. Gleichzeitig müssen aber Mieten weiterbezahlt werden, die durchschnittlich bei rund 15 Prozent der normalerweise üblichen Umsätze liegen. Daraus resultieren monatliche Mietbelastungen für den Nicht-Lebensmittelhandel in Höhe von 4,4 Milliarden Euro. Hier sieht der HDE auch die Vermieter verpflichtet, ihren Handelsmietern entgegenzukommen. Denn auch sie hätten ja ein Interesse an stabilen Mietern.

 


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