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08.03.21

Notenhandel = Buchhandel?!

Birgit Böcher

Birgit Böcher

Im Zuge der Lockerungsmaßnahmen der Infektionsschutzregeln in Bund und Ländern vom 8. März wurde u.a. dem Buchhandel erlaubt, unabhängig von Inzidenzien uneingeschränkt zu öffnen. Der GDM geht davon aus, dass der Notenfachhandel als Fachbuchhandel angesehen wird und unter diese Regelung fällt.

Dazu GDM-Geschäftsführerin Birgit Böcher gegenüber dem Branchenmagazin Musikwoche am 8. März 2021:

"Es ist mir ein Rätsel, worin der Unterschied liegt, ob Papier mit Worten bedruckt ist, oder mit Noten. Vielleicht kann uns da die Bundesregierung aufklären, denn warum macht sie einen Unterschied zwischen dem Buchhandel, der öffnen darf, bzw. wie in Berlin gar nicht erst schließen musste, und dem Notenfachhandel? Dem Notenfachhandel - einem der traditionsreichsten Handelszweige und wichtige Anlaufstelle für Musiker:innen aller Art - wurde mit dem zweiten Lockdown im Dezember nicht nur das wichtige Weihnachtsgeschäft, sondern durch den Verbot von öffentlichen Aufführungen, wie Chor- oder Schulkonzerte, auch ein wichtiger Umsatzbringer genommen. Viele der kleinen Notenfachgeschäfte verzeichnen seit Dezember Umsatzrückgänge von bis zu 80 Prozent im Vergleich zum Frühjahr 2019, längst gehen die Inhaber:innen an ihre Reserven, die zur Altersvorsorge vorgesehen waren. Hilfsgelder aus dem Wirtschaftsministerium? Fehlanzeige. Und die bestehende Nachfrage nach Noten wird derweil freudestrahlend von Amazon & Co gedeckt…."

 

 


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